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Tina Lehner

rocking object

„Rocking Object“
Aussehen, Beschaffenheit und Gebrauchswert eines Produkts entscheiden sich im Prozess seiner Herstellung. Die Designerin Tina Lehner hat sich jahrelang mit den Möglichkeiten und Grenzen der Fertigungsmethode des „Compressed Wood“ beschäftigt, diese ausgetestet und angewandt. Entstanden ist dabei das „Rocking Object “, ein leichtgewichtiger und hochstabiler, ein dynamisch nutzbarer und zeitlos anmutender Hocker dessen charakterstarke Erscheinung durch die gebogenen Buchenholz-Bänder entsteht.

Für Compressed Wood wird das Holz, Bänder bis Balken, durch Erwärmung erweicht und anschließend ohne jegliche Chemikalien maschinell in Richtung der Faser so gestaucht, dass das entstandene Material bis zu seiner vollständigen Trocknung weichbiegsam bleibt. In handwerklicher Präzisionsarbeit wird das Buchenholz-Band des Rocking Object über eine Vollholz Form gewunden, hier und da ist eine Taillierung, ein Twist nach den Vorgaben der Designerin eingebaut.
Ergebnis ist eine kunstvolle Kleinserie eines unkomplizierten, liebenswürdigen Kleinmöbels, dem die persönliche Handschrift der Entwerferin anzusehen ist. Jedes „Rocking Object“ ist ein handgefertigtes Unikat.

Material: Buchenholz, reine Holzverbindung
Masse: H 43/47 L 61,5 T 31
Gewicht: 1 1/2 k
Auflage: 50 Stück, nummerierte, signierte Edition
Entwicklung und Design: Tina Lehner, Wien (A)
Fertigung: Laszlo Eggert, „Compwood Products Kft“ (H)

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  • Beschreibung

    1997 hat alles begonnen – Amsterdam, Designstudium, tolle Dozenten und super StudienkollegInnen. Wir waren alle im Diplom Abschlußjahr Als wir Besuch von Peik Syling ́s (unser Dozent und Leiter der industrial Design Abteilung, der Rietfeld Academie, Amsterdam) Kollegen aus Dänemark. Erik Krogh (Head of the Laboratories for Research and Theory, DDS) brachte seine Diakästen mit und wir saßen in einer kleinen Runde zusammen. Er zeigte uns gebogene Skulpturen und Objekte aus Holz. Wir hörten zum ersten Mal die Bezeichnung „twisted wood“ and „banded compwood“ und wir waren fasziniert. Von den Dias, den Erzählungen, von den Möglichkeiten von „precompressedopwood“ und Erik Krogh ́s Skulptur.

    Mit der altbekannten Technik des Dampfbiegens, versuchte man in Dänemark bessere Methoden zum industriellen biegen von Holz zu entwickeln. Der entscheidende Durchbruch gelang 1988, als das Danish Technologie Institute für Holztechnik ihren ersten Prototyp einer Stauchmaschine entwickelte. (u.a. mit Ove Hansen, DTI) Fast ein Jahr später, wir hatten in der Zwischenzeit alle unser Diplom und waren in alle Himmelsrichtungen Europas zerstreut, trafen wir uns in Kopenhagen wieder. Unsere Dozenten hatten das „European Zeppelin Mastercourse on Design“ gegründet und ihr erstes Projekt des neuen Postgraduate Studiums war der Precompressed wood Workshop, an der Denmark Designschool in Kopenhagen.Vorrangig ging es in unserem Workshop darum, dass wir alle Freiheiten bekamen, um die neuen Eigenschaften dieser Technik zu entdecken und um neue Ideen daraus entwickeln zu können. Es entstand wirklich eine große Bandbreite aus neuen Objekten und auch erste Ansätze von Produkten.Spätestens in Dänemark war es mein „Ding“ das mich bis heute fasziniert.

    Für mich war es nicht vorrangig mit Compressed Wood, neue Möbel zu produzieren, sondern Erfahrungen mit dieser neuen Formensprache des Materials zu machen. Denn gerade diese Holzbiegetechnik ermöglicht es einem komplett neue Herangehensweisen zu entdecken. Von Platten und Flächenverbindungen zu breiten, langen Holzbahnen, die in allen Richtungen biegbar sind.

    2001 realisierte ich den ersten Prototyp in Wien.

    Und 2012 war die Produktion der ersten Edition von „Rocking Object“, der Hockerserie von 50 Stück fertig gestellt.
    Weiters entwickelte ich Wandregal b 2.70 m x h 70cm, aus einem 15cm breitem Holz-Band um eine dafür vorbereitete Form gewickelt, Überlappungen sind ineinander gesteckt.